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TriPeaks Solitaire Guide: Regeln, Strategie, Geschichte

TriPeaks ist ein schnelles, sequenzgetriebenes Solitaire mit drei überlappenden Pyramiden und einem einzigen Kartendeck. Pyramidenkarten werden geräumt, indem sie eine Stufe über oder unter der obersten Karte des Ablagestapels liegen — Farbe egal. Etwa 90 % der Deals gelten bei optimalem Spiel als gewinnbar — deutlich über Klondikes ~82 %, weshalb sich TriPeaks großzügig anfühlt, ohne flach zu werden. Dieser Leitfaden behandelt die Regeln, das Streak-Multiplikator-Punktesystem, sechs Strategien, woher die ~90 % stammen und die Microsoft-Entertainment-Pack-3-Geschichte.

TriPeaks-Startaufstellung: drei überlappende Pyramiden mit 28 Karten, ein verdeckter Stapel mit 23 Karten und eine offene Karte zum Start
TriPeaks legt 28 Karten in drei überlappende Pyramiden, lässt 23 im Stock und deckt eine Karte für den Ablagestapel auf.

Inhalt

Was ist TriPeaks?

TriPeaks ist ein Einzeldeck-Solitaire mit 52 Karten, von denen zu Beginn nur 28 auf dem Tisch liegen. Diese 28 bilden drei überlappende Pyramiden mit jeweils drei Reihen. Die übrigen 24 teilen sich auf einen verdeckten Stapel von 23 Karten und eine einzelne offene Startkarte des Ablagestapels auf.

Die zentrale Mechanik: Jede unbedeckte Pyramidenkarte, deren Rang eine Stufe über oder unter dem Ablagestapel liegt, lässt sich mit einem Klick spielen — Farbe egal. Genau das gibt dem Spiel sein Tempo. Sobald eine Sequenz läuft, kettet man Karte an Karte, ohne den Rhythmus zu verlieren. In dieser Kette steckt auch der Großteil des Punktegewinns, weil der Streak-Multiplikator aufeinanderfolgende Spielzüge exponentiell belohnt.

Das Layout

Das 52-Karten-Deck verteilt sich auf vier Bereiche:

Das Spiel ist gewonnen, sobald alle 28 Pyramidenkarten — und die 10 unteren Reihenkarten darüber — entfernt wurden. Stock und Ablage müssen nicht leer sein; was übrig bleibt, kostet lediglich einen kleinen Punktabzug pro Karte.

Die Regeln

Karten zuordnen

Klicke jede vollständig unbedeckte Karte, deren Rang eine Stufe über oder unter der obersten Ablagekarte liegt — Farbe egal. Eine 7 lässt sich auf eine 6 oder eine 8 spielen, eine 6 auf eine 5 oder 7 und so weiter. Jede gespielte Karte wird zur neuen obersten Ablagekarte und ist Referenz für den nächsten Zug.

Die Ass–König-Schleife

Der Rang läuft im Kreis: König grenzt an Ass, Ass an 2 — in beide Richtungen. Ein König lässt sich also auf ein Ass spielen, ein Ass auf einen König, ein Ass auf eine 2, eine 2 auf ein Ass. Ohne diese Regel würden Randränge zu oft in Sackgassen enden und lange Streaks wären selten.

Verdeckung

Eine Pyramidenkarte ist nur spielbar, wenn keine andere Karte sie überlappt. Visuell decken die unteren Reihen die Basisreihen ab, die Basisreihen die Mittelreihen und die Mittelreihen die Gipfel. Beim Austeilen sind nur die 10 unteren Reihenkarten im Spiel. Jede Entfernung legt etwas Neues frei; die Gipfel sind meist die letzten verbliebenen Karten.

Stock und Ablage

Wenn keine Pyramidenkarte passt, klicke den Stock, um die nächste Karte zur Ablage zu legen. Es gibt keinen Recycle — sobald der Stock leer ist, spielt man mit der oberen Ablagekarte weiter, hat aber keine weiteren Züge. Sperrt sich die Position vor Räumung aller 28 Pyramidenkarten, ist das Spiel verloren.

Sieg und Niederlage

Gewonnen ist die Partie, sobald die letzte Pyramidenkarte fällt. Verloren, wenn keine Karte mehr passt und der Stock leer ist.

Punktesystem

TriPeaks belohnt Sequenzen weit stärker als einzelne Karten. Der Großteil des Endergebnisses stammt aus ein oder zwei langen Streaks, nicht aus vielen kurzen Läufen.

EreignisPunkte
Pyramidenkarte geräumt50 × aktueller Streak-Multiplikator
Streak-MultiplikatorStartet bei 1, +1 pro Folgezug, Reset auf 1 bei Stock-Zug
Gipfel geräumt (×3)+100 je Gipfel
Spiel gewonnen+1 000
Karte im Stock übrig−25 je Karte

Allein ein 10-Karten-Streak gibt 50 + 100 + 150 + 200 + 250 + 300 + 350 + 400 + 450 + 500 = 2 750 Punkte. Dieselben zehn Karten verteilt auf fünf kurze Streaks ergeben 5 × (50 + 100) = 750 — weniger als ein Drittel. Diese Mathematik macht Streak-Management zur Kernfertigkeit.

Sechs Strategien, die funktionieren

1. Erst verlängern, dann ziehen

Jeder Stock-Zug setzt deinen Streak zurück. Vor dem Klick auf den Stock prüfst du jede unbedeckte Pyramidenkarte daraufhin, ob sie eine Stufe von der aktuellen Ablage entfernt liegt. Wer zu früh zieht, lässt 200–500 Punkte pro Spiel liegen.

2. Bevorzuge Züge, die neue Karten freilegen

Wenn zwei Karten gleichzeitig spielbar sind, wähle die, die am meisten darunter aufdeckt. Eine Karte aus der Mittelreihe legt meist zwei Karten frei; eine aus der Basisreihe weniger oder keine. Mehr offene Karten heißt mehr Optionen für den nächsten Zug.

3. Vorausschauen, bevor du dich für eine Richtung entscheidest

Stehen 6 oder 8 auf einer 7 zur Wahl, gewinnt die Variante, die länger weiterläuft. Wenn nach unten ein 5–4–3–2-Pfad sichtbar ist, aber nach oben nur eine einzelne 9, ist die 6 die bessere Wahl. Fünf Sekunden Scannen sparen fünf Sekunden Bedauern.

4. Räume die drei Gipfel gleichmäßig

Eine Pyramide komplett zu räumen, während die anderen unberührt bleiben, führt meist in eine Sackgasse — die übrigen Karten klumpen im selben Rangbereich und verhungern deine Sequenzen. Verteile deine Räumung über alle drei Pyramiden, damit jeder Rang möglichst lange vertreten bleibt.

5. Achte auf Randränge

Asse und Könige passen nur zu zwei anderen Rängen (Dame/2 für König, König/2 für Ass). Beim Aufdecken aus dem Stock lohnt der Blick, ob die nötigen Anschlusskarten überhaupt sichtbar sind. Ein König ohne Damen oder Asse in Sicht ist eine der häufigsten Verlustquellen in eigentlich gewinnbaren Spielen.

6. Nutze Undo zum Lernen

Unbegrenztes Rückgängig gehört zum Spiel, nicht zum Schummeln. Wenn zwei Pfade nahe beieinanderliegen, nimm einen — und wenn er in eine Sackgasse führt, mach rückgängig und versuche den anderen. Mit der Zeit erkennst du das Muster aus der Position; die Undos werden seltener.

Wie oft gewinnt man?

TriPeaks wird gemeinhin mit „rund 90 % gewinnbarer Deals" zitiert, deutlich höher als Klondikes ~82 %. Anders als Klondike hat TriPeaks aber keine peer-reviewte Lösbarkeitsstudie in der Tradition von Yan et al. (2005). Die 90 % stammen aus großen Spieldatensätzen und Solver-Experimenten, nicht aus formalem theoretischem Beweis — also eine starke Schätzung, kein gesicherter Wert.

Praktische Gewinnquoten erfahrener Spieler liegen bei 70–85 %. Die Lücke zwischen 90 % theoretisch und 70–85 % praktisch ist erwartbar: Die meisten Deals sind lösbar, aber das Lösen verlangt, dass man konsequent die langen Streak-Möglichkeiten erkennt, statt beim ersten Stocken zu ziehen. Durchschnittliche Spieler gewinnen typischerweise 50–65 %.

TriPeaks vs Pyramid Solitaire

Die beiden Spiele wirken ähnlich, spielen sich aber völlig anders.

AspektTriPeaksPyramid
Zuordnung±1 Rang, Farbe egalPaare ergeben 13
PyramidenanzahlDrei überlappendEine einzelne
WrapKönig–Ass–2 erlaubtKönig wird einzeln entfernt
Praktische Quote~70–85 % mit Können~10–15 % auch mit Können
Spieldauer3–7 Minuten5–10 Minuten
CharakterSchnell, streakgetriebenLangsam, rechenlastig

TriPeaks belohnt Layout-Lesen und Festlegen auf eine lange Sequenz. Pyramid belohnt Arithmetik und Geduld. Beide teilen die dreieckige Silhouette und sonst kaum etwas. Probiere unsere Pyramid-Version, wenn du den Kontrast erleben möchtest.

Eine kurze Geschichte

TriPeaks wird Robert Hogue zugeschrieben, einem Microsoft-Entwickler, der das Spiel Ende der 1980er Jahre entwarf. Sein erstes breites Publikum erreichte es 1991 im Microsoft Entertainment Pack 3, dem dritten Teil der Windows-Spielesammlung, die auch FreeCell, SkiFree und Chip's Challenge in Büro-PCs brachte.

Zwei Jahrzehnte lang blieb das Spiel eine Nische — präsent in Kartenspiel-Sammlungen, nicht Teil der Standard-Windows-Installation. Das änderte sich 2012 mit der Microsoft Solitaire Collection in Windows 8. TriPeaks war eine von fünf Varianten neben Klondike, Spider, FreeCell und Pyramid und wird seither mit jedem Windows-Release ausgeliefert. Eine zweite Welle Aufmerksamkeit kam in den 2010er Jahren über mobile Free-to-Play-Apps, die Progressionssysteme rund um die Streak-Mechanik bauten.

Das „Tri-" im Namen bezieht sich schlicht auf die drei Gipfel — keine größere Metapher. Hogue suchte ein Layout mit mehr Startvariation als Pyramids einzelnem Dreieck, und drei Dreiecke passten ordentlich auf einen 1991er 640×480-Monitor.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Anteil der TriPeaks-Spiele ist gewinnbar?

TriPeaks hat keine peer-reviewte Lösbarkeitsstudie wie Yan et al. (2005) für Klondike, daher ist der genaue theoretische Wert unbekannt. Schätzungen aus großen Spieldatensätzen legen rund 90 % lösbarer Deals nahe — deutlich über Klondikes ~82 %. Erfahrene Spieler gewinnen tatsächlich etwa 70–85 %.

Sind die Farben in TriPeaks wichtig?

Nein. Nur der Rang zählt. Jede 6 passt auf jede 5 oder jede 7. Die Farben sind rein dekorativ — diese Vereinfachung erlaubt das schnelle Tempo des Spiels.

Kann ein König auf ein Ass gespielt werden?

Ja. TriPeaks behandelt die Reihenfolge als Schleife: König–Ass–2 ist in beide Richtungen gültig. Ohne diese Wrap-Regel würden Randränge zu oft in Sackgassen führen.

Wie funktioniert der Streak-Multiplikator?

Jede gespielte Karte gibt 50 Punkte × aktueller Streak. Der Streak startet bei 1 und steigt mit jeder aufeinanderfolgenden Pyramidenkarte um 1. Ein Stock-Zug setzt ihn auf 1 zurück. Ein 10-Karten-Streak ergibt also 50+100+...+500 = 2 750 Punkte.

Woher kommt TriPeaks?

TriPeaks wird Robert Hogue zugeschrieben, der das Spiel Ende der 1980er Jahre entworfen hat. Es erreichte 1991 im Microsoft Entertainment Pack 3 ein breites Publikum und kehrte 2012 mit der Microsoft Solitaire Collection unter Windows 8 in den Mainstream zurück.

Wie unterscheidet sich TriPeaks von Pyramid?

Pyramid paart Karten, deren Summe 13 ergibt — A+D, 2+B, 3+10 usw., Könige werden einzeln entfernt. TriPeaks ordnet stattdessen Karten ±1 Rang zur Ablage zu, Farbe egal. TriPeaks hat drei Gipfel, Pyramid einen. TriPeaks ist schneller und gewinnt deutlich öfter (~90 % gegenüber ~15 %).

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